[ gallery ]
Restaurierung des Pirelli-Wolkenkratzers
Mailand, Italien
Die raffinierte Eleganz seines volumetrischen Profils und die einzigartige formelle Vollendung des Pirelli-Wolkenkratzers springen auch heute noch jedem ins Auge, der vom Mailänder Hauptbahnhof kommt. Der Wolkenkratzer ist nach einem Ausdruck von Ponti ein “vollendetes Werk”, ein Beispiel dafür, was für ihn in extremer Synthese die Architektur ist: ein Kristall.Im Jahr 1998 ruft die Region Lombardei zwei internationale Wettbewerbe für die funktionelle Wiederherstellung des Auditoriums (gewonnen von Corvino+Multari) und für das Belvedere in der 31. Etage auf (gewonnen von Renato Sarno).
Die Restaurierungsarbeiten des gesamten Pirelli-Wolkenkratzers beginnen nach dem Flugzeugunglück am 18. April 2002. Es werden drei Hauptrichtlinien festgelegt: Ein organisches Konzept; die Einhaltung aller Erhaltungs- und Restaurierungsanforderungen, die Anpassung an die heutigen Anforderungen an Sicherheit, Komfort, Energieersparnis.
Zweck und Hauptthema des Projektes bestehen darin, dem Gebäude wieder seine Integrität zurück zu geben, den Sitz der Direktionsbüros der Region Lombardei durch eine bessere Verteilung und Lesbarkeit der Funktionen zu erneuern, sowie neue Hilfseinrichtungen und technologische Systeme gemäß einer andersartigen Hierarchie und einer die Originalbereiche beachtenden Gliederung einzuführen. Es wurden in allen Einzelheiten Entwurflösungen definiert für das gänzlich neue Arrangement einiger Repräsentationsbereiche (Zugang von via Fabio Filzi), die Verteilung der hintereinander liegenden Räume mit den dazugehörigen architektonischen Ausstattungen (Büros), die Fertigstellung der bestehenden Bereiche (31. Etage), die Organisation und Zugänglichkeit ungewohnter Orte (der Anlagenraum), die philologische Beibehaltung einiger Bereiche gemäß der Schule von Ponti (Eingang vom "Hügel"), die Wiedererlangung der formellen und materiellen Qualität sowie eines gewissen repräsentativen Charakters funktioneller Räume (Auditorium).
Im Besonderen gilt es für das Auditorium, einer als Kongresszentrum vorgesehenen Fläche von ca. 1.000 m2, das Grundprinzip des Projektes, die Lektion von Giò Ponti zu beherzigen. Es wurde beschlossen, die lange Reihe sichtbarer Träger zu bewahren, die den Saal charakterisieren, und den Haupteingang zum Auditorium von der Piazza aus zu legen. Spiegelbildlich zum Originalentwurf wurde durch Realisierung einer kleinen Öffnung im hängenden Garten an der zur Piazza liegenden Vorderseite ein Zugang entworfen, um das Foyer mit der Straße zu verbinden.
Die von Pierluigi Nervi geplanten Saalstrukturen liegen in einer Hängedecke aus mikroperforierten Platten, die in die Deckenträger eingefügt ist.
Corvino+Multari
Vincenzo Corvino (Neapel 1965) legt 1990 sein Architekturdiplom ab. Ab 1993 arbeitet er als Experte für Stadtplanung an der Universität Federico II von Neapel. Seit 1997 ist er Berater des Architektenverbands von Neapel.
Giovanni Multari (Cosenza 1963) legt sein Architekturdiplom 1991 ab, im Jahr 1997 erwirbt er den Titel Forschungsdoktor in Stadtplanung am Ministerium der Universität und der wissenschaftlichen Forschung in Rom.
1995 gründen sie das Studio Corvino+Multari Architetti Associati mit Sitz in Neapel und Büros in Mailand und Cosenza. Sie behaupten sich in verschiedenen Wettbewerben und realisieren in der Folge öffentliche und private Büros, Wohngebäude und Neuqualifizierungsmaßnahmen öffentlicher Außenbereiche. Im Jahr 2000 werden sie mit der Piazza dei Bruzi in Cosenza für den europäischen Preis “Luigi Cosenza” nominiert, 2001 gewinnen sie mit der Sanierung des Bourbonischen Militärquartiers in Casagiove den von der Gesellschaft San Paolo ausgeschriebenen Preis Centocittà. Seit 2000 sind sie Gründungsmitglieder der italienischen Architekturagentur "Aida". Projekte und Werke waren in Ausstellungen in Mailand, Rom, Neapel, Bozen, Graz, Prag und Havanna zu sehen und wurden in nationalen und internationalen Architekturzeitschriften publiziert. 2006 erhielten sie für das Restaurierungsprojekt des Pirelli-Wolkenkratzers die Goldmedaille der Triennale, den Sonderpreis für Restaurierung.
Giovanni Multari (Cosenza 1963) legt sein Architekturdiplom 1991 ab, im Jahr 1997 erwirbt er den Titel Forschungsdoktor in Stadtplanung am Ministerium der Universität und der wissenschaftlichen Forschung in Rom.
1995 gründen sie das Studio Corvino+Multari Architetti Associati mit Sitz in Neapel und Büros in Mailand und Cosenza. Sie behaupten sich in verschiedenen Wettbewerben und realisieren in der Folge öffentliche und private Büros, Wohngebäude und Neuqualifizierungsmaßnahmen öffentlicher Außenbereiche. Im Jahr 2000 werden sie mit der Piazza dei Bruzi in Cosenza für den europäischen Preis “Luigi Cosenza” nominiert, 2001 gewinnen sie mit der Sanierung des Bourbonischen Militärquartiers in Casagiove den von der Gesellschaft San Paolo ausgeschriebenen Preis Centocittà. Seit 2000 sind sie Gründungsmitglieder der italienischen Architekturagentur "Aida". Projekte und Werke waren in Ausstellungen in Mailand, Rom, Neapel, Bozen, Graz, Prag und Havanna zu sehen und wurden in nationalen und internationalen Architekturzeitschriften publiziert. 2006 erhielten sie für das Restaurierungsprojekt des Pirelli-Wolkenkratzers die Goldmedaille der Triennale, den Sonderpreis für Restaurierung.
Auftraggeber
Region Lombardei, beauftragter Notstandskommissar Roberto Formigoni
Architektonisches Projekt
Corvino+Multari s.r.l.
Renato Sarno group s.r.l.
Strukturelle Planung
A.Migliacci, M. Acito
Musivausstattung
G. Torraca
Anlagenplanung
Ariatta Ingegneria dei Sistemi srl
Brandschutzprojekt
M. G. Monelli
Sicherheitsprojekt
Idesi - G. M. Rossi
Erhebungen und Nachforschungen
Tecno Future Service
Durchgehende Fassade
A. Crotti
Technisch-wissenschaftliche Kommission
G. Ballio, G. Carbonara,
M. A. Crippa, C.Di Francesco,
A. De Maio, P. Petraroia
Region Lombardei, beauftragter Notstandskommissar Roberto Formigoni
Architektonisches Projekt
Corvino+Multari s.r.l.
Renato Sarno group s.r.l.
Strukturelle Planung
A.Migliacci, M. Acito
Musivausstattung
G. Torraca
Anlagenplanung
Ariatta Ingegneria dei Sistemi srl
Brandschutzprojekt
M. G. Monelli
Sicherheitsprojekt
Idesi - G. M. Rossi
Erhebungen und Nachforschungen
Tecno Future Service
Durchgehende Fassade
A. Crotti
Technisch-wissenschaftliche Kommission
G. Ballio, G. Carbonara,
M. A. Crippa, C.Di Francesco,
A. De Maio, P. Petraroia